Ein literarisches Märchen aus der SPARCS-Reihe

Als wir noch klein waren und die Welt noch groß war, waren wir noch groß und die Welt war klein.

Am Fluss der Tausend Flüsse ist ein literarisches Märchen – leicht und ernst zugleich, heiter auf der Oberfläche und still in der Tiefe. Es ist bewusst bildfrei geblieben, weil es kein Kinderbuch sein will, sondern ein Buch für das Kind in uns.

Yinba und Fringel bewohnen ein Land, das »sehr weit von hier und gleichzeitig sehr nah ist«. Dort ist das Alltägliche nie ganz sicher, und das Unwahrscheinliche hat gute Manieren. Eines Tages nuschelt und wuschelt es im Gebüsch, und plötzlich steht etwas in der Welt, das nicht erklärt, woher es kommt, aber sehr genau weiß, dass es bleiben will: Nuschelwuschel.

Von da an verschieben sich kleine Gewissheiten. Man landet vor einer Höhle, in der – nun, es ist, wie es ist – ein Seil schweigt, und merkt, dass sogar Schweigen eine Art Antwort sein kann.
Und irgendwann stehen sie am Fluss der Tausend Flüsse, »schon so alt und doch noch keinen Augenblick«, und hören: Hier sind die Dinge anders, manchmal, und meistens.

Buchcover mit blauer Wasserfluss Illustration und Text auf Deutsch

Lucas Martainn

Am Fluss der Tausend Flüsse

Ein literarisches Märchen auf 88 Seiten

Hardcover | E-Book

Erscheint am 09.03.2026

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Schriftzug der SPARCS-Reihe von Lucas Martainn – Großes Kino im Kleinformat

Geschichten, die unabhängig von der Pionéa-Trilogie gelesen werden können und doch mit ihrem Feuer verbunden sind: das ist die SPARCS-Reihe.

Am Fluss der Tausend Flüsse ist dabei auf besondere Weise mit der Pionéa-Trilogie verwoben: Ein Abenteuer, das Liya und Raya flüsternd erwähnen – und das sie auf seltsame, unerklärliche Weise auch ...

mitgestalten?

»Sowas!«, rief Fringel und verwarf die Hände.

  • »Weißt du noch, die Geschichte, die er uns vorgelesen hat? Vom Fluss der Tausend Flüsse?«
    Liya lächelt. »Klar. Der zweite Band hat mir besser gefallen. Da kommen die Weibchen vor.«
    Sie liegen am Fluss der Tausend Flüsse und fallen für lange Zeit in aufgehobenes Schweigen. Sie lauschen seinem dumpfen, fast unmerklichen Flüstern.
    Der Schlaf legt sich lächelnd zu ihnen und ihre Augenlider werden schwer.
    »Sis«, kann Raya noch sagen.
    »Hm?«
    »Hilfst du mir morgen? Ich möchte wiedergeboren werden.»
    »Okay.«

    Lächelnd nimmt der Schlaf sie mit. Sie fahren in einem kleinen Boot auf dem Fluss der Tausend Flüsse. Ihr Vater ist bei ihnen.

    LOOP, S. 503

    Gedankenverloren hatte Raya, die aufmerksam zugehört hatte, ›Hier steht nichts‹ auf den Zettel geschrieben. Er würde auf dem Tisch liegen bleiben, später vom Wind besucht werden und sich von ihm weit, weit weg tragen lassen. In ein Land, das sie gut kannte.

    HOPE, S. 466

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Ein roter, umgedrehter Regenschirm mit gebogenem Griff