Notizen, Spuren und Atemzüge
Sommer 2026
Die Notizen sind persönliche Wegnotizen: Spuren eines Pilgerns, bei dem Erkenntnis nicht als fertiges Wissen auftaucht, sondern als Veränderung der Beziehung zur Welt. Sie sind Schritte, nicht verdichtete Essenz; sie sind weniger Aussage als öffnende Bewegung und laden dazu ein, die eigene Erfahrung in dieses offene Gefäß einfließen zu lassen. Eine Einladung zum Dialog.
Zum Inhalt
Martainn berührt, erforscht und vertieft Themen wie die Würde der Worte, Stille und Leere, Gegenwärtigkeit und Erdung, Träumen und Gedankenwandern, den kreativen Akt, die Kraft der Fiktion, Geschichtenerzählen, das Schreiben selbst und Imaginal Fiction – und den Moment, wenn die Welt antwortet und sich zu erzählen beginnt.
»Es gibt Bücher, die sprechen mich an, ohne dass ich sagen kann, warum oder was genau mich anspricht. Etwas spricht mich an, noch bevor ich es auch nur im Geringsten verstehe. Und trotzdem bin ich bereits mit dem Buch im Dialog, denn wenn nicht, würde ich es schnell wieder weglegen, geschweige denn es wieder und wieder lesen. Erst durch die wiederholte Rückkehr wird mir klar, was ich lese. Der Dialog jedoch ist von Anfang an da und fruchtet auf seine eigene, verborgene Weise.«
– aus dem Feldbuch
Aus dem Feldbuch
Lucas Martainn
Imaginal: Wenn die Welt antwortet
168 Seiten
Hardcover | E-Book
Erscheint im Sommer 2026
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Nein. Das Feldbuch ist kein Kommentar, keine Deutung und keine »Erklärung« der Pionéa-Trilogie. Es steht als literarische Non-Fiction für sich.
Wenn Sie die Trilogie kennen, können sich beim Lesen allenfalls Resonanzen ergeben. Aber das Buch will nichts aufschlüsseln, auch wenn es stellenweise exemplarisch vom Schaffensprozess der Trilogie erzählt.
Wenn Sie nach der Lektüre des Feldbuchs die Trilogie (nochmals) lesen möchten, oder zeitgleich lesend hin- und herpendeln möchten, ist das wahrscheinlich eine fruchtbare und sicher eine interessante Dynamik.
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Sie bekommen keine Technik im Sinn von: »So bauen Sie Szenen« oder »so finden Sie Plot«. Das finden Sie bereits überall. Aber Lucas Martainn schreibt sehr differenziert darüber, wie und woraus er schreibt, und wie Geschichten, Figuren und Orte durch Resonanz entstehen.
Sie bekommen damit etwas anderes, das Sie in herkömmlichen Schreibratgebern nicht finden: eine Sicht auf Schreiben und Geschichten als Wahrnehmungs- und Antwortbewegung.
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Beides und keines von beiden. Es ist weder eine intime Lebensbeichte noch ein abstrakter Essayband. Die Feldnotizen sind persönlich im Sinne von aus eigener Wahrnehmung geschrieben. Sie sind essayistisch im Sinne von weiterdenken, prüfen, korrigieren und offenlassen.