Ein begehbares Notizbuch. Kein Ratgeber. Ein Ort.
Sommer 2026
Notizen, Spuren und Atemzüge
Dieses Feldbuch ist eine Sammlung von Wegnotizen. Es ist als durchgehender Fließtext ohne Kapitel gestaltet, denn ein weitgehend unstrukturierter Text spiegelt am besten eine leere Seite im Notizbuch. Er lässt Ihnen die Freiheit, selbst zu ordnen, zu überblättern, zurückzugehen, etwas wiederzufinden – und dabei neue, einzigartige Resonanzen zu entdecken.
Es ist Ihnen freigestellt, wo und wann Sie ein- und wieder aussteigen.
Was das Feldbuch ist
Lucas Martainn schreibt in dieser Sammlung von Feldnotizen nicht so sehr über das Imaginale, sondern aus dem Imaginalen heraus. Er erkundet, wie er die imaginalen Qualitäten erlebt, und versucht, diese Erfahrungen zu verstehen, ohne sie zu ergreifen, zu verfestigen und zu konzeptualisieren. Er schreibt nicht als Wissenschaftler, Philosoph, Theologe oder Psychologe, sondern aus einer literarisch-existentiellen Perspektive – und, wie er es nennt, als Pilger.
Martainn berührt, erforscht und vertieft Themen wie die Würde der Worte, Stille und Leere, Gegenwärtigkeit und Erdung, Träumen und Gedankenwandern, den kreativen Akt, KI als Chance, ganz Mensch zu sein, die Kraft der Fiktion, Geschichtenerzählen, das Schreiben selbst und Imaginal Fiction.
»Es gibt Bücher, die sprechen mich an, ohne dass ich sagen kann, warum oder was genau mich anspricht. Etwas spricht mich an, noch bevor ich es auch nur im Geringsten verstehe. Und trotzdem bin ich bereits mit dem Buch im Dialog, denn wenn nicht, würde ich es schnell wieder weglegen, geschweige denn es wieder und wieder lesen. Erst durch die wiederholte Rückkehr wird mir klar, was ich lese. Der Dialog jedoch ist von Anfang an da und fruchtet auf seine eigene, verborgene Weise.
Ich hoffe, dieses Buch kann so ein Buch für jemanden sein.«
– aus dem Feldbuch
Ein Buch für …
Menschen, die ruhig lesen.
Sie möchten nicht nur unterhalten werden, sondern beim Lesen langsamer werden und merken, wie sich Wahrnehmung, Bedeutung und Weltbezug dabei vertiefen.
Leserinnen und Leser, die genug haben von schnellen Erklärungen.
Sie suchen keine Meinung, kein Programm, keine Optimierungs-Ratgeber, keinen subjektiven Erfahrungsbericht, der sich absolut nimmt. Sie suchen Sprache, die genauer wird und dadurch mehr Wirklichkeit in einen Dialog einlädt.
alle, die die alten Fragen nicht aufgeben.
Sinn, Bedeutsamkeit, Zeit, Wandel; Beziehung als Erfahrungsräume, die zu Orten werden, aus denen Worte entstehen können, die tragen.
Schreibende, die keine Tipps brauchen, sondern ein anderes Klima.
Wenn Sie Geschichten erzählen oder schreiben und spüren, dass Technik allein nicht weiterführt: Dieses Feldbuch kann ganz neue Impulse geben.
Was das Feldbuch nicht ist
Dieses Buch ist kein Sachbuch, das Sie darüber informiert, wie man »ins Imaginale kommt«.
Es ist kein Werkkommentar zur Pionéa-Trilogie – auch wenn Resonanzen möglich sind, da Trilogie und Feldbuch aus dem gleichen Garten stammen.
Es ist kein Schreibratgeber. Schreibende können dennoch Impulse finden. Weniger als Technik, eher als Haltung, Aufmerksamkeit und neue Art des schreibenden Hörens.
Lucas Martainn
Imaginal: Wenn die Welt antwortet
Hardcover | E-Book
Erscheint im Sommer 2026
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Nein. Das Feldbuch ist kein Kommentar, keine Deutung und keine »Erklärung« der Pionéa-Trilogie. Es steht als literarische Non-Fiction für sich und folgt seiner eigenen Bewegung: Wahrnehmung, Stille, Schreiben, imaginale Erfahrung. Wenn Sie die Trilogie kennen, können sich beim Lesen allenfalls Resonanzen ergeben – einzelne Motive, Tonlagen oder Fragen, die verwandt klingen. Aber das Buch will nichts aufschlüsseln, auch wenn es stellenweise exemplarisch vom Schaffensprozess der Trilogie erzählt. Es öffnet eher einen Raum, in dem Verbindungen auftauchen können, ohne dass sie festgelegt werden. Wenn Sie nach der Lektüre des Feldbuchs die Trilogie (nochmals) lesen möchten, oder zeitgleich lesend hin- und herpendeln möchten, ist das wahrscheinlich eine fruchtbare und sicher eine interessante Dynamik.
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Beides und keines von beiden. Es ist weder eine intime Lebensbeichte noch ein abstrakter Essayband. Die Feldnotizen sind persönlich im Sinne von aus eigener Wahrnehmung geschrieben. Sie sind essayistisch im Sinne von weiterdenken, prüfen, korrigieren und offenlassen.
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Beides ist beabsichtigt: Klarheit ohne zu viel Fachjargon, Dichte ohne Ornament. Die Sprache will nicht beeindrucken, sondern tragen. Wenn Sie auf rhetorische Effekte hoffen, wirkt sie zurückhaltend. Wenn Sie Genauigkeit schätzen, wirkt sie konzentrierend.
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Für beide, aber mit unterschiedlichen Zugängen. Wenn Sie vertieft lesen wollen, finden Sie einen Text, der Verlangsamung nicht behauptet, sondern erzeugt. Wenn Sie schreiben, finden Sie einen Resonanzraum: Sprache, die zeigt, wie ein Denken entsteht, ohne sich zu verhärten, und wie daraus Geschichten entstehen.
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Sie bekommen keine Technik im Sinn von: »So bauen Sie Szenen« oder »so finden Sie Plot«. Das finden Sie bereits überall. Aber Lucas Martainn schreibt sehr differenziert darüber, wie und woraus er schreibt. Sie bekommen damit etwas anderes, das Sie in herkömmlichen Schreibratgebern nicht finden: eine Sicht auf Schreiben als Wahrnehmungs- und Antwortbewegung.
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Nein. Das Buch bringt den Begriff auch nicht ins Spiel. Nicht, weil nicht Aspekte betrachtet werden, die spirituell genannt werden könnten, sondern weil der Begriff an sich zu vielstimmig, zu belastet und zugleich aufgebraucht, verzettelt und verflacht ist. Das Buch behandelt Erfahrungsqualitäten wie Stille, Gegenwärtigkeit, Träumen, Erdung, Kreativität. Wenn solche Begriffe für Sie religiös oder esoterisch aufgeladen sind, kann es Sie überraschen, wie geerdet und klar sie hier behandelt werden. Und wenn Sie sie bereits praktizieren, kann Ihnen die Sprache eine neue Feinheit dafür öffnen.
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KI erscheint hier nicht als Technikthema, sondern als Kontrastmittel. Wenn Maschinen immer mehr können, wird deutlicher, was menschliche Aufmerksamkeit ausmacht: Wahrnehmung, Stille, Verkörperung, Verantwortung, schöpferische Antwort. Das Buch behandelt KI nicht, um Angst zu machen oder Euphorie zu schüren, sondern um das Menschliche präziser sichtbar zu machen.